Sind Arbeitnehmer gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 883/2004 in Österreich sozialversicherunggemäß, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, für den Fall, dass eine Krankheit einen Arbeitnehmer an der Arbeit hindert, für einen bestimmten Zeitraum eine Fortzahlung in der in den österreichischen Rechtsvorschriften festgelegten Höhe zu zahlen. Arbeitnehmer im Krankheitsurlaub haben in der Regel Anspruch auf eine Vergütung für sechs Wochen. Der Anspruch erhöht sich auf acht Wochen nach fünf Jähriger, auf zehn Wochen nach 15 Jahren und auf zwölf Wochen nach 25 Jahren. Die Regeln, die Beispielsweise den Zeitpunkt der (neuen) Ansprüche bestimmen, sind kompliziert, während für Arbeiter und Angestellte unterschiedliche Regeln gelten. Darüber hinaus können Tarifverträge günstigere Bedingungen enthalten als gesetzlich festgelegte. Die meisten Sozialpartnerorganisationen bevorzugen ein Mittel zur Modernisierung der Tarifverhandlungen auf Branchenebene, das dem Weg der « regulierten Dezentralisierung » folgt. Die Anwendung von « Öffnungsklauseln » und anderen Bestimmungen zur Differenzierung in Branchentarifverträgen ist zum prominentesten Instrument dieser Art geworden. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Wirtschaft und Sozialwissenschaften (WSI), das 40 Haupttarifbereiche in Deutschland abdeckt, wurden in den letzten Jahren immer mehr Öffnungsklauseln (« Deregulierung, Differenzierung und Dezentralisierung des Flächentarifes ») abgeschlossen. Eine Bestandsaufnahme neuer Entwicklungstendenzen in der Tarifpolitik », Reinhard Bispinck, in: WSI-Mitteilungen Nr. 8 (1997)). Sonderzahlungen sind nicht gesetzlich festgelegt, sondern meist tarifvertraglich festgelegt. Typische Sonderzahlungen sind Jahresurlaubsgeld und Weihnachtsgeld, die auch als 13.

und 14. Monatsgehälter bezeichnet werden, oder Jahresurlaubsbonus und Weihnachtsgeld. Jahresurlaubsgeld und Weihnachtsgeld, die in der Regel im Sommer und Winter ausgezahlt werden, belaufen sich jeweils auf etwa einen Monatslohn oder ein Monatsgehalt. Überstunden treten bei Einer Arbeitszeit von mehr als der normalen Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche oder der gesetzlich festgelegten normalen täglichen Arbeitszeit von acht Stunden auf. Nach dem Arbeitszeitgesetz (AZG) kann die normale Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche oder acht Stunden pro Tag jedoch unterschiedlich oder verlängert (z.B.